01 / Sanierung / Restrukturierung

Thorsten Holland

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01 / Sanierung / Restrukturierung

Angermann Consult unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Sanierung und Restrukturierung. Angepasst auf die Unternehmenssituation bieten wir in einer ersten Phase auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Stabilisierung  und nachhaltigen Ertragsfähigkeit die Erarbeitung einer konzeptionellen Grundlage: Unternehmensreview, Fortbestehensprognose oder vollstufiges Sanierungskonzept. Darauf aufbauend begleiten wir mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung vereinbarter Restrukturierungsmaßnahmen.

  • Unternehmensreview

    Für eine nachhaltige und erfolgreiche Restrukturierung liefert ein Unternehmensreview die Grundlage außerhalb der formalen Anforderungen eines Sanierungskonzeptes. Die umfassende Analyse der wirtschaftlichen Ausgangslage des Unternehmens bildet eine wichtige Basis. Hierbei werden Schwachstellen identifiziert und Ertragssteigerungspotenziale herausgearbeitet. In einer integrierten Unternehmensplanung wird die wirtschaftliche Entwicklung aufgezeigt. Um die Transparenz im Restrukturierungsprozess zu gewährleisten, erhält das Unternehmen die Struktur eines aussagekräftigen Reportings und ein abgestimmtes Maßnahmencontrolling.

    Zur Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage sind vier Aspekte relevant:

    1) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage (der letzten 3 Geschäftsjahre)

     

    2) Organisation und Prozesse

    • Gesellschafts- und Organisationsstruktur
    • Geschäftsprozesse
    • Steuerungsinstrumente / integrierte IT-Software-Architektur

     

    3) Strategische Marktposition

    • Produkt- und Leistungsprogramm
    • Kunden- und Vertriebsstruktur
    • Wettbewerbsstruktur
    • Lieferantenstruktur

     

    4) Spartenerfolgsrechnung

    Ausgerichtet auf die Marktbearbeitung nach:

    • Produktgruppen
    • Kunden/ Branchen
    • Regionen

     

    Zielsetzung des Unternehmensreviews ist es, auf Basis der wirtschaftlichen Ausgangslage, den Weg zur Restrukturierung, bzw. Weiterentwicklung des Unternehmens aufzuzeigen.

    Unternehmensplanung

    • Umsatz- und Ergebnisplanung
    • Finanz- und Cash-Flow-Planung
    • Bilanzplanung

     

    Maßnahmen

    • Strategische Ausrichtung
    • Strukturelle Veränderung
    • Operative Restrukturierung

     

  • Fortbestehensprognose

    Ein Gutachten in Anlehnung an den Standard IDW S11 gewährleistet ein strukturiertes Vorgehen bei der wirtschaftlichen Beurteilung von Insolvenzantragsgründen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung und somit zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit und damit der Insolvenz entwickelt.

    Ablauf:

    Bestandsaufnahme und Standortbestimmung:

    • Erstellung einer leistungs- und finanzwirtschaftlichen Analyse
    • Analyse und Dokumentation der Forderungen, Verbindlichkeiten, Vorräte und anderen Liquiditätstreibern
    • Ausarbeitung zusätzlicher transparenzschaffender Auswertungen und Simulationen


    Integrierte Unternehmensplanung (GuV-, Finanz- und Bilanzplanung) sowie kurzfristige Liquiditätsplanung (Cash-Management) sowie deren Plausibilisierung:

    • Ausarbeitung von Maßnahmen und Überführung dieser in die Planung
    • Finanzplanung mit Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung
    • Kurzfristige Liquiditätsplanung auf 13-Wochen Basis


    Abstimmung mit Finanzierungspartnern/Stakeholdern:

    • Die Zahlungsfähigkeit und Eigenkapitalentwicklung bzw. Überschuldung werden verbindlich eingeschätzt und dokumentiert
    • Der Bericht wird den relevanten Stakeholdern (nach Freigabe durch die Geschäftsführung) präsentiert
    • Angermann Consult unterstützt bei allen notwendigen Verhandlungen mit den Finanzierungspartnern


    Zielsetzung

    Mit der Beurteilung der Fortbestehensprognose werden mögliche Insolvenzeintrittsgründe (drohende Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) identifiziert. Außerdem werden geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung bzw. Kapitaldienstfähigkeit aufgezeigt. Durch das Gutachten in Anlehnung an IDW S11 wird für die Geschäftsführung sowie die Finanzierungspartner rechtlich und konzeptionell die Basis für die bestehende Finanzierung sowie anstehende Kreditentscheidungen geschaffen.

  • Vollstufiges Sanierungskonzept

    Ein Sanierungskonzept bildet die Grundlage für die Einschätzung der Sanierungsfähigkeit eines Unternehmens. Elementarer Bestandteil eines Sanierungkonzeptes ist hierbei das Leitbild des sanierten Unternehmens (d.h. die zukünftige strategische, operative und finanzielle Ausgestaltung des Unternehmens). Hierzu werden anhand eines Sanierungsfahrplanes geeignete Maßnahmen entwickelt.

    Die Voraussetzung für die Sanierungsfähigkeit lässt sich an fünf Kriterien feststellen:

     

    Marktberechtigung

    Wie hoch sind die künftigen Marktchancen des sanierten Unternehmens?

    Wie hoch ist seine Wettbewerbsfähigkeit auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten?

    Liquidität

    Ist die Finanzierung der Gesellschaft unter Einbeziehung der identifizierten Maßnahmen gesichert?

    Rentabilität

    Ist das Unternehmen in der Lage, in einem angemessenen Zeitraum zu einer branchenüblichen Ertragskraft zurückzukehren?

    Management

    Ist das Management in der Lage und gewillt, die notwendigen Maßnahmen zur Sanierung des Unternehmens umzusetzen?

    Rechtliche Gegebenheiten

    Stehen der Sanierung rechtliche oder tatsächliche Gründe entgegen (z. B. Insolvenzgründe/siehe auch Fortbestehensprognose)?

    Darüber hinaus hat der BGH mit seiner Rechtsprechung Mindestanforderungen für Sanierungskonzepte vorgegeben:

    Diese Mindestanforderungen hat das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) im IDW-Standard S6 zusammengefasst. Eine Anlehnung an diesen Standard bietet somit Orientierung und einen bekannten Rahmen für sämtliche Stakeholder des betrachteten Unternehmens und insbesondere seiner Finanzierungspartner.

    Ablauf:
    Bestandsaufnahme und Standortbestimmung
    •    Erstellung der finanz- und leistungswirtschaftlichen Analyse
    •    Auswertungen zur Ergebnisentstehung
    •    Ggf. normalisierte Ergebnisse

    Identifizierung von Verbesserungspotenzialen
    •    Herausarbeiten der Krisenursachen
    •    Bestimmung des Krisenstadiums
    •    Einschätzung der wesentlichen Kernprozesse
    •    Überführung der individuellen Lösungsansätze in konkrete Maßnahmenpläne
    •    Bewertung der Maßnahmen (qualitativ und monetär)

    Strategie und Marktpositionierung
    •    Marktanalyse
    •    Mitbewerberanalyse
    •    Analyse der Kernkompetenzen
    •    SWOT-Analyse
    •    Strategiedefinition und –einschätzung
    •    Leitbild des sanierten Unternehmens

    Integrierte Planung und Präsentation
    •    Überführung der erarbeiteten Erkenntnisse in eine integrierte Planung (GuV, Finanzen und Bilanz)
    •    Würdigung der identifizierten Maßnahmen
    •    Verbindliche Einschätzung der Sanierungsfähigkeit
    •    Berichtspräsentation für die Finanzierungspartner (nach Freigabe durch die Geschäftsführung)

    Zielsetzung
    Ein Sanierungsgutachten gibt der Geschäftsführung sowie den Finanzierungspartnern  Rechtssicherheit über die Fortführungs- und Sanierungsfähigkeit des Unternehmens sowie seine insolvenzrechtlichen Pflichten. Es schafft Transparenz bei relevanten Stakeholdern, identifiziert Krisenursachen und legt Potenziale des Unternehmens offen. Das übergeordnete Ziel ist die nachhaltige Sanierung des Unternehmens mit einer Rückkehr zu einer branchenüblichen Ertragskraft und einer gesicherten Finanzierung. Sanierungskonzepte nach IDW S6 sind eine der wesentlichen Voraussetzungen bei Kreditentscheidungen (Kreditprolongation, Überbrückungskredit, Tilgungsaussetzung sowie Stundung, Sicherheitenfreigabe und Sanierungskreditvergabe).


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